Die Philippinen

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Die Filipinos haben aus der Verbindung von ausländischen Einflüssen mit einheimischen Elementen eine Mischkultur geschaffen. Heute sind nur noch die Kulturen der Moslems und die einiger isoliert lebender Stämme unverfälscht erhalten und frei von spanischen und amerikanischen Einflüssen.

Obwohl das traditionelle Theater, die Literatur und die in nationalen Sprachen gesungenen Kundiman (Liebeslieder) seit Corazón Aquinos People-Power-Bewegung eine Wiederbelebung erfahren haben, wird dem Reisegast Kultur eher in Form von Schönheitswettbewerben, kitschigen Seifenopern, philippinischen Actionfilmen oder westliche Vorbilder imitierenden Musikgruppen begegnen.

Nur eine verschwindend kleine Minderheit der Filipinos (die so genannten kulturellen Minderheiten oder Stammesgruppen) hält noch an den traditionellen Kulturen fest. Es gibt ca. 100 ethnische Minderheiten, angefangen von den Badjao im Sulu-Archipel, die als Meereszigeuner leben, bis hin zu den Kopfjägern der Kalinga nördlich von Bontoc.

Die Philippinen ist das einzige christliche Land Asiens: Über 90 % der Bevölkerung sind Christen. Die grösste religiöse Minderheit bilden die Moslems, die hauptsächlich auf Mindanao und im Sulu-Archipel anzutreffen sind. Darüber hinaus gibt es eine Philippinische Unabhängigkeitskirche, Buddhisten und eine geringe Zahl an Animisten.

Jeepney und Tricycle, die bevorzugten (öffentlichen) Verkehrsmittel der Philippinen.

Kunst- und Kulturförderung

Die Haushaltsmittel für Kunst- und Kulturförderung(ohne Bildungsausgaben) belaufen sich für 2008 auf umgerechnet ca. 34 Mio Euro (Quelle: www.dbm.gov.ph).. Bei Massnahmen des Erhalts von kulturellem Erbe sind die Philippinen auf internationale Unterstützung angewiesen. Um die Förderung der Künste kümmert sich vor allem die halbstaatliche National Commission for Culture and the Arts (NCCA), die diverse örtliche Kulturaktivitäten bezuschusst. Ihr unterstellt ist das Cultural Center of the Philippines (CCP), die auf den Gebieten Musik und Tanz führende Institution.

Wichtige Ausdrucksform der philippinischen Kultur sind die unzähligen lokalen Fiestas, die ihren christlich-religiösen Kern verbinden mit Tanz, Musik und Volksfest. Gerade der Bereich Musik ist nach wie vor Kernbereich des philippinischen Kulturlebens. Private Akteure, auch grosse private und im Staatsbesitz befindliche Konzerne, betätigen sich in erheblichem Ausmass bei der Kunst- und Kulturförderung, zum Beispiel in Form eigener Museen, Konzertsäle oder Sponsoring von Veranstaltungen.

Quelle: Auswärtiges Amt, Deutschland